Alle Jahre wieder – im November – findet die OSMC in Nürnberg statt.

Dieses Jahr, war sie aber für mich etwas besonderes.

Der nächste Tag war dann auf dem ersten Blick etwas entspannter. Nur noch 2 Talks parallel. Was die Auswahl aber nicht wirklich einfacher machte.

Da ich dieses Mal selber einen Vortrag halten wollte, versuchte ich die ersten Stunden meinen Puls runterzubringen.
Kaffee ist da keine gute Lösung und für ein Bier war es noch zu früh.
Also habe ich mir noch schnell ein paar Hinweise in meine Notitzen gepappt: **REDE LANGSAM**
Bei einem meiner Probevorträge habe ich das ganze in 20 Minuten runtergehetzt … jetzt war mein Slot satte 45 Minuten lang.

Aufgeregt wie man bei so etwas halt ist, wenn man das erste Mal vor so vielen Menschen reden muß … (Um ehrlich zu sein … mein allererster größerer Vortrag war Begin 2017, all zu viel Übung hatte ich nicht)

Und leider habe ich auch keinen Plan mehr, was ich da alles gesagt habe! /o\ Ich habe einen totalen Filmriss.

Interessant waren die nachfolgenden Fragen und positiven Rückmeldungen. Darüber habe ich mich sehr gefreut und das gab mir dann doch etwas mehr Sicherheit.

Den nächsten Vortrag hilt Thomas Gelf über Automated Monitoring in heterogeneous environments.
Absolut empfehlenswerter Stoff!
Thomas ist ja auch bekannt alsder kreative Kopf hinter dem Icingaweb Director und hat hier eindrucks- und humorvoll gezeigt, wie man Abläufe mit etwas Hirnschmalz automatisieren kann, ohne dem Azu gleich mit Schlägen drohen zu müssen. ;)
Das Monitoring eines ESX Clusters dürfte auch für meine Kollegen in der internen IT interessant sein.

Traditionell wird in der Mittagspause des zweiten Konferenztages der Lego Store in Nürnberg aufgesucht um seinen eigenen internen Spieltrieb etwas zu befriedigen.
Direkt nach der Pause war dann auch Marianne Spiller ihren Vortrag Ich sehe was, was du nicht siehst (… und das ist CRITICAL!) dran.
Ich möchte hier noch einmal kurz einwerfen, dass dieses Jahr erfreulich viele weibliche Konferenzteilnehmer dabei waren! Ja, wir sind Nerds, aber es gibt von denen auch eine weibliche Form, die sich leider viel zu häufig versteckt.
Und der weibliche Nerd muß das eigentlich gar nicht, wie auch Marianne humorvoll zeigte. In ihrem Vortrag fanden sich mit Sicherheit einige von uns wieder. Mit den Problemen die sie aufzeigte wurde jeder von uns schon mal konfrontiert.
Erschreckend ist dabei auch, dass es Vorgesetzte und Kollegen gibt, die sich lieber weiter in ihren löchrigen und ausgelatschten Schuhen IT betreiben und Angst vor etwas neuen haben.

Der nächste Vortrag war dann etwas praxisorientierter. Lennart Betz und Janina Tritschler sprachen über Verteilte Icinga 2 Umgebungen welche mit Puppet realisiert und automatisiert werden sollten.
Da ich in einem meiner alten großen Projekte nicht nur ein Content-Management-System ausgerollt hatte, sondern parallel dazu auch noch eine Automatisierungsschicht mittels Puppet und ein Monitoring auf Icinga2 Basis aufgebaut hatte, war das ein sehr spannender Einblick in die aktuelle Entwicklung. In den letzten Jahren ist der Puppet-Support sehr weit vorwärts gekommen.

Die beiden letzten Vorträge waren dann wieder beide interessant:
Icinga 2 + Director, flexible Thresholds with Ansible von Kevin Honka und
Troubleshooting Icinga 2 von Thomas Widhalm.
Ich muß zugeben, ich habe beide verpasst.
Meine innere Anspannung der letzten Monate war vorbei und damit schlug auch diese Schlaffigkeit über mich zusammen.

Zum Glück gibt es eine Aufzeichnung aller Vorträge! (Verdammt, dann ja auch eine von meinem! /o\)