Alle Jahre wieder – im November – findet die OSMC in Nürnberg statt.

Dieses Jahr, war sie aber für mich etwas besonderes.

Der zweite Tag war dann auch der erste Konferenztag und gespickt mit absolut hochwertigen Beiträgen, von denen diesmal 3 parallel gehalten wurden.
Da fiel die Vorabauswahl unheimlich schwer.

Ich entschied mich für den Talk von James Shubin der mit einer abgefahrenen Feuershow seinen Talk eröffnete. Sein Talk über sein Next Generation Config Mgmt zeigt ein in golang geschriebenes Konfigurationsmanagment Tool, was durch Realtime, Parallelität und Geschwindigkeit punktete. Prädikat: Unbedingt empfehlenswert!

Es folgte ein Beitrag von Alba Ferri Fitó. Sie arbeitet bei Vodaphone Spanien und zeigte an Hand von praktischen Beispielen, wie sehr die Kommunikation zwischen ihr und der Community half, Probleme effizient zu lösen. Und das bei einer solchen Zusammenarbeit auch interessante Ergebnisse herauskommen können. Z.B. ein check für SSL Zertifkate unter Windows mittels powershell.

Der dritte Talk des Tages wurde wurde von Carsten Köbke und Michael Friedrich über Ops and dev stories: Integrate everything into your monitoring stack.
Carsten zeigte sein Icingaweb2 Grafana Module mit dem man Grafana Graphen direkt im Icingaweb darstellen kann.
Ich habe sein Modul schon seit einiger Zeit in meinem Icingaweb Container integriert, daher war es schon spannend zu sehen, was man damit so anstellen kann.

Michael holte weit aus und begann mit einer Integration von Openstreetmap ins Icingaweb2. Das Modul wird von Nicolai Buchwitz erstellt. Es ging weiter mit einer speziell auf Icinga2 abgestimmten Variante von Dashing um ein einfaches Dashboard zu erstellen. Bis hin zu einem experimentellen Icingaweb2 Module für Graylog.
Michael nutzte seine Redezeit von 60 Minuten als einziger auch gnadenlos aus und der Moderator zeigt schon seine ‚Verwarnungschilder‘ mit der noch verbleibenden Zeit. :)

Der Talk von Michael Medin über Extending NSClient++ ist jedes Jahr ein Besuch wert. Und wie jedes Jahr … steht Michael in Socken vor seinem Publikum. Diesmal war es eine Mischung aus Liveshopw mit Hacking und Demonstartion der NSClient++ API.

Den darauf folgenden Slot lies ich dann komplett saussen. Meine Konzentration lies so langsam nach und mir fing an der Schädel an zu brummen, ich brauchte nach diesen vielen Input eine kurze Pause.

Den ersten Tag beendete – traditionsgemäß – Bernd Erk mit dem Current State of Icinga.
Bezüglich der IcingaDB gab es leider keine Neuigkeiten, auch wenn in diversen GitHub Commits bereits eine Richtung zu erkennen war. Eine eigene Storageschicht zu implementieren ist auch alles andere als einfach …
Einen großen Applaus bekam man zu hören, als Bernd – zurecht mit Stolz – den Einsatz von Icinga auf der ISS erwähnte.
Eine Demonstration der Elasticsearch Integration zeigte eindrucksvoll das Potential und ich werde mir das auf jeden Fall noch genauer ansehen müssen.
Die Ankündigung von NoMa (steht für Notification Manager) lies mich dann wieder aufhören … plane ich doch gerade etwas ähnliches für meinen Monitoring Toolstack!
Das beste Feature (für mich) ist wohl aber der CA Proxy von Icinga2 2.8! (Der wurde dann nach meiner Rückkehr auch direkt in meinen Zertifikatsservice integriert. \o/)
Und dann noch die vielen kleinen Detailverbesserungen beim Icingaweb2 ..

Unterbochen wurden alle Talks nur für kurze Stärkungen. Die wurden auch ausgiebig genutzt und um seine alten Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen.

Zur traditionellen Abendveranstaltung bewegte sich dann ein ‚Mob‘ von einigen hundert Personen durch Nürnberg.

Etwas betrübliches mussten alle eingefleischten Konferenzteilnehmer noch verarbeiten: ‚Checkpoint Jenny‚ gibt es nicht mehr! :(
Der Nachfolger nennt sich jetzt Lambada … schaun mer mal, wie das wird.

Damit war dann auch Tag 1 schon rum.